Ehrenamtspreis der Versicherungskammer-Stiftung

Die NFS des Bistums Augsburg wird ausgezeichnet:

Die Verleihung erfolgte am 7. Mai 2018 in München

Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des Ehrenamtsymposiums der Versicherungskammer-Stiftung in München gemäß dem Ziel, gemeinnützigem Engagement Anerkennung auszusprechen und finanzielle Unterstützung zu geben.

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Gewürdigt wird das aktuelle Projekt: App NFS Landkarte

Mit 2.000 Euro wurde das aktuelle Projekt „App NFS Landkarte – Digitale Unterstützung unserer Ehrenamtlichen im Einsatz“ der Notfallseelsorge des Bistums Augsburg ausgezeichnet. Zusätzlich erhält die Notfallseelsorge Unterstützung in Form eines Coachings zur Weiterentwicklung der App.

Sie kann dann kostenfrei von jedem im Apple- und GooglePlay-Store heruntergeladen werden. Durch die Aufteilung in zwei Ebenen sind sensitive Daten per individuelle Login der Einsatzkräfte geschützt. Die erste, öffentlich zugängliche Ebene der App zeigt in Form einer Landkarte u.a. ortsbezogene Informationen zu Verwaltungsgrenzen und Kontaktdaten von Organisationen im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) an. Die zweite Ebene, die passwortgeschützt und verschlüsselt ist, wird von den Einsatzkräften selbst genutzt und soll die Vernetzung und den schnelleren Zugriff auf Informationen während eines Einsatzes ermöglichen, darunter fallen z.B. Kontaktdaten aller MitarbeiterInnen der Notfallseelsorge, Routen und Einsatzmappen. In Zukunft sind weitere Funktionen für die App geplant, wie beispielsweise ein Messenger, um eine noch schnellere Kommunikation und Unterstützung während des Einsatzes zu ermöglichen. Langfristiges Ziel der App ist es, auch andere Notfallseelsorge-Teams der Bayerischen Bistümer einzubeziehen, insbesondere für bistumsübergreifende Einsätze bei Großschadenslagen. Darüber sollen auch weitere Informationsschnittstellen zu anderen Institutionen wie Klinik- Polizei-, und Rettungsdienst-, KIT-Einrichtungen angezeigt und aufgebaut werden.

Notfallseelsorge geschieht, seit es Seelsorge gibt.

 

Sie beruht auf dem christlichen Gottes- und Menschenbild 
und orientiert sich am Handeln Jesu,
der an der Not der Menschen nicht vorüberging.

Wo Notfallseelsorge zum Einsatz kommt

Sie übernimmt die Betreuung von akut seelisch traumatisierten und trauernden Menschen, zeitnah nach dem Ereignis.

  • Sie betreut Angehörige zu Hause, z.B. bei einem Todesfall nach vergeblicher Reanimation, beim Tod eines Kindes, nach Suizid eines Angehörigen und bei der Überbringung von Todesnachrichten.

  • Sie sorgt sich um Opfer und Angehörige bei außerhäuslichen Einsätzen, z.B. nach Verkehrsunfall, Betriebsunfall mit Todesfolge, bei Verlust der Existenzgrundlage (z.B. Brand, Hochwasser, Wirbelsturm ...) und in Großschadenslagen.

  • Sie baut den Betroffenen - auf Wunsch und nach Möglichkeit - eine Brücke zu weiterer Unterstützung, z.B. durch die Pfarrei und weitere kirchliche und andere Einrichtungen – als System bleibender Aufmerksamkeit.

Die Notfallseelsorge